Erwerbsbeteiligung von Müttern (Kurzanalyse der Modularen Armutsberichterstattung BW)

Im Jahr 2024 waren 17,4 % der Kinder und Jugendlichen in Baden-Württemberg armutsgefährdet. Ob Kinder armutsgefährdet sind, hängt vom Einkommen des Haushalts ab, in dem sie aufwachsen. Wesentlich für das Einkommen eines Haushalts ist das Einkommen aus Erwerbstätigkeit. Während die meisten Väter in Baden-Württemberg in Vollzeit beschäftigt sind, arbeiten etwa drei Viertel der Mütter in Teilzeit und nur jede vierte Mutter in Vollzeit. Vor diesem Hintergrund geht die Kurzanalyse der Frage nach, welchen Einfluss die Erwerbsbeteiligung von Müttern auf die Armutsgefährdung von Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg hat.

Die Ergebnisse der Kurzanalyse zeigen, dass die Erwerbstätigkeit von Müttern die Armutsgefährdungsquote von Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg deutlich reduziert. Dies gilt insbesondere für Mütter, die alleinerziehend sind. Auch in Paarfamilien, in denen durch die Erwerbstätigkeit der Väter meist ein weiteres Einkommen vorhanden ist, hat die Erwerbstätigkeit von Müttern einen Einfluss auf die Armutsgefährdungsquote der Kinder. Eine höhere Erwerbsintegration von Müttern kann also zu einer langfristig resilienteren und stabileren wirtschaftlichen Situation von Familien führen und wirkt sich präventiv auf die Gefahr von Altersarmut von Müttern aus.

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